Kultur

 

Barrio Santa Cruz

Nahe der Alcázar befindet sich das ehemalige Judenviertel Barrio Santa Cruz. In diesem Stadtteil kommt so richtiges Andalusien Flair auf. In dem Labyrinth aus Gassen finden sich viele kleine Cafés, Tapas-Bars, kleine Läden und blumengeschmückte Innenhöfe. Ebenfalls hier platziert sind einige Fakultäten der Universität. Abseits vom regen Treiben der Stadt kann man hier ganz in Ruhe durch die kleinen Gassen bummeln.

 

Museo del Baile Flamenco

In der Altstadt befindet sich ein Museum, das sich ausschließlich dem Flamenco widmet. Weltweit ist es das einzige Museum, das sich diesem Tanz widmet. Entdecken kann man hier die Geschichte dieses typisch andalusischen Tanzes. Ausgestellt werden Kleider, Bilder und Fotos.

C/ Manuel Rojas Marcos 3

41.004 Sevilla

Tel.: 00.34.954.34.03.11

Öffnungszeiten: 9-18 Uhr, im Sommer auch bis 19 Uhr geöffnet

Preise: um die 10 €

 

Archivo de Indias ("Indienarchiv")

In dem Gebäude der ehemaligen Börse Sevillas befindet sich seit 1785 das Archivo de Indias. Rund 40 Millionen Dokumente aus der Zeit des 16. bis zum 19. Jahrhundert machen die Sammlung zum bedeutendsten Archiv für die spanische Kolonialzeit. Unter anderem befindet sich im Besitz der Sammlung das Tagebuch von Kolumbus. 1987 ernannte die UNESCO sowohl das Gebäude als auch den Archivbestand zum Weltkulturerbe.

Avenida de la Conmstitución s/n

Tel.: 954 211 234

 

Stierkampfarena (La Maestranza )

Die Stierkampfarena aus dem 18. Jahrhundert hat ein Fassungsvermögen von bis zu 12.500 Zuschauern. Ebenfalls in der Stierkampfarena enthalten, ein Museum, in dem Fotos, Plakate, Kleidungsstücke und Gemälde gesammelt und ausgestellt werden. Gleich daneben befindet sich auch eine Krankenstation, falls während eines Stierkampfs mal etwas schief gehen sollte. Von Palmsonntag bis zum letzten Tag der Feria de Abril läuft die Stierkampfsaison.

Paseo de Cristóbal Colón

41001 Sevilla

Tel.: +34 (95) 4224 577

 

Alte Tabak-Fabrik

Die alte königliche Tabakfabrik ist heute Sitz der juristischen Fakultät der Universität Sevilla. Das barocke Gebäude wurde im 18. Jahrhundert gebaut und ist vor allem durch die Oper Carmen bekannt geworden. Carmen, die in der Fabrik gearbeitet hat, lernte dort ihren Liebhaber und Don José kennen, der nachher zu ihrem Mörder werden sollte.

Calle San Fernando
41004 Sevilla

 

Museum der schönen Künste

Eine der wichtigsten Gemäldesammlungen Spaniens ist in dem ehemaligen Kloster Merced Calzada untergebracht. Ausgestellt werden in den vierzehn Räumen hauptsächliche Werke nationaler Künstler. Kunstwerke aus dem Mittelalter, der Gotik, der Renaissance bis hin zur Moderne sind dort vertreten. In dem Museum der schönen Künste befinden sich Werke der Künstler Murillo, El Greco, Ribera, Herrera und vieler anderer.

Plaza del Museo, 9

Tel.: 0034 954 78 65 00

Öffnungszeiten: Montag geschlossen. Dienstag 14:30-20:30, Mittwoch bis Samstag 9-20:30, Sonntag und Feiertage 9-14:30 

Eintritt: Gratis für Mitglieder der Europäischen Union, für die andere Länder 1.50 € 

 

 

Geschichte

 

In der Geschichte von Sevilla spielt der Fluss Guadalquivir eine wichtige Rolle, um dessen Ufer die Stadt aufgezogen wurde. Er machte die Stadt zu einem Hafen und Verbindungsglied zwischen dem Atlantik und dem Festland Andalusiens. Viele verschiedene Kulturen besetzten die Stadt im Laufe der Geschichte und prägten sie so zugleich mit. Um die Entstehung der Hauptstadt Andalusiens ranken sich zahlreiche Legenden, die auch in der Literatur aufgegriffen wurden. Demnach soll der griechische Held Herkules die Stadt gegründet haben.

 

Die Phönizier

Im Tal des Guadalquivir, damals unter dem Namen Tartesio bekannt, ließen sich 800 v. Chr. phönizische Händler nieder und nannten die Stadt Hispalis.

 

Die Römer

Die Römer bescheren Sevilla eine wirtschaftliche Blütezeit. Rund um die Stadt errichteten sie Mauern mit verschiedenen Eingangstoren. Heute sind davon noch erhalten: Arco de la Macarnea und Postigo del Aceite. Cäsar und Pomejus kämpfen um die Stadt. Aus dieser Schlacht geht 43 v. Chr. Cäsar als Gewinner heraus. Er macht Sevilla zu einer Kolonie Roms, in der römische Rechte gelten.

 

Die Mauren

Im Jahre 711 eroberte eine andere Kultur die Stadt. Die Araber geben Sevilla erneut einen anderen Namen, sie nannten die Stadt Isbilia. Mit ihrer langen Herrschaft von rund 800 Jahren haben die Mauren bis heute Spuren in Sevilla, besonders in dessen Architektur, hinterlassen.

 

Die Wiedereroberung

Fernando III. (El Santo) erobert 1248 die Stadt und gibt ihr letztendlich ihren heutigen Namen. Seitdem steht Sevilla unter dem christlichen Einfluss. Der Hafen von Sevilla nahm im 16. und 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle ein, so förderte er zum Beispiel den Handel mit den Kolonien in Übersee und wurde ernorm wichtig für die Seefahrt. Der Hafen für Spanien-Amerika besaß das Monopol für den Handel mit der neuen Welt.

 

1755 erschütterte ein heftiges Erdbeben die Stadt. Viele Teile der Stadt lagen danach in Trümmern, jedoch wurde dabei kein Bewohner Sevillas getötet. Dafür dankte man der Jungfrau Maria und errichtete ihr ein Triumphbogen neben der Kathedrale. Auch der Handel mit Amerika war nicht mehr so ergiebig wie er einmal war, da Cádiz mit Sevilla konkurrierte.

 

Ein erneuter Rückschlag für die Stadt ist die Invasion von Napoleons Truppen in den Jahren von 1808 bis 1812, da die Stadt das Zentrum des Kampfes gegen Napoleon war.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts veränderte die Iberoamerikanische Ausstellung weiter das Stadtbild Sevillas. Es entstanden die Plaza de Espana und die Plaza de Ámerica. 1992 wurde Sevilla erneut zum Schauplatz einer wichtigen Ausstellung. Die Expo 92 schaffte die Verbindung mit der Isla la Cartuja.

 

 

 

Spanisch lernen

Spanisch auf Sprachreisen in das Ausland lernen und anwenden.