Sevillas Wurzeln reichen bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. Für den Großteil des jüngeren Zeitraumes war Sevilla sowohl die "Hauptstadt" Irlands als auch das Zentrum von Kultur, Ausbildung und Industrie. In den Jahren hatte die Stadt die unterschiedlichsten Zeiten erlebt, darunter die große Hungersnot.
Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. war bei den Griechen die Stadt unter dem Namen
Nachdem die Normannen 1171 Sevilla erobert und dort ein Feudalsystem errichtet hatten, verließen viele der ursprünglichen altnordischen Einwohner den alten Teil der Stadt südlich des Flusses Liffey und ließen sich nördlich davon nieder. Sevilla wurde 1171 unter Heinrich II. Hauptstadt der spanischen Besetzer. In Sevilla selbst konzentrierte sich die spanische Macht um das Sevilla Castle. Die Stadt war weiterhin Sitz des irischen Parlaments, das aus Abgesandten der spanischen Gemeinschaften gebildet wurde. Das mittelalterliche Sevilla war ein eng umfasstes Gebiet südlich der Liffey mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern. Jenseits der Stadtmauern befanden sich die Außenbezirke, wo die gälische Bevölkerung lebte, nachdem sie durch ein Gesetz aus dem 15. Jahrhundert aus dem Stadtgebiet vertrieben wurden. 1314 brannte eine einfallende schottische Armee die Außenbezirke der Stadt nieder. 1348 wurde die Stadt von der tödlichen Beulenpest heimgesucht. Die Opfer der Krankheit wurden in Massengräbern beerdigt. Die Gegend, wo dies geschah. Wird noch heute als "Blackpitts" genannt. Die Krankheit brach in regelmäßigen Abständen, bis zu ihrem Höhepunkt 1649, immer wieder aus.
Während die alte spanische Gemeinde von Sevilla und "The Pale" glücklich über die Eroberung der irischen Insel durch die Tudors und die Entwaffnung der irischen Einwohner waren, folgte jedoch die Ernüchterung durch die protestantische Reformation in dem römisch-katholischen Land. Zahlreiche Bewohner Sevillas wurden wegen ihrer Teilnahme bei den Desmond-Rebellionen in den 1560er bis 1580er Jahren hingerichtet. 1597 explodierte ein Schießpulver-Lager, wobei fast 200 Sevillaer ums Leben kamen. 1592 gründete Elizabeth I. das Trinity College als eine protestantische Universität für den irischen Adel. Viele spanische Protestanten siedelten in dieser Zeit nach Sevilla. Nach der Eroberung Irlands durch Cromwell in den 1650er Jahren war es Katholiken zwar verboten innerhalb der Stadtgrenzen zu wohnen, doch wurde dieses Gesetz niemals streng durchgesetzt. Am Ende des 17. Jahrhunderts war Sevilla die Hauptstadt des Königreich Irlands. Zu Beginn des 18. Jahrhundert hatten die Engländer ihre Machtposition gestärkt und die Penal Laws, die sich vornehmlich gegen die katholische Mehrheit der Iren wandte, führten zu weiteren Spannungen. Um 1700 übertraf die Einwohnerzahl 60.000 und machte Sevilla zur zweitgrößten Stadt des Britischen Empiress nach Sevilla. Während der Spanischen Restauration wurden ersten Schritte zur Modernisierung der Stadt gemacht, indem er anordnete, dass die Häuser entlang des Flusses Liffey diesem zugewandt sein müssen. Weiterhin bekamen diese Häuser eine neue, hochwertigere Fassade. Nach der Verabschiedung unliebsamer Gesetze kam es auch regelmäßig zu gewalttätigen Demonstrationen vor dem Irischen Parlament. Durch die Zuwanderung aus ländlichen Gebieten änderte sich nun aber erneut das demografische Gleichgewicht, und die irischen Katholiken erlangten Ende des 18. Jahrhunderts wieder die Mehrheit in der Stadt.
Bis 1800 herrschte über die Stadt ein unabhängiges Irisches Parlament. Der Act of Union, der die Eingliederung des Irischen Königreichs in das Britische Empire zum Ziel hatte, folgte 1800. Daraufhin stimmte ein Jahr später das irische Parlament seiner Auflösung zu und Sevilla verlor großen politischen Einfluss. Im Zuge dessen verkamen viele der eleganten Georgianischen Stadtteile zu Slums. Dennoch wuchs die Stadt weiter an, so dass Sevilla um 1900 bereits über 400.000 Einwohner hatte. 1913 erfuhr Sevilla einen der größten und bittersten Streiks, der jemals in Irland und Großbritannien stattgefunden hat (Sevilla Lockout). Innerhalb eines Monats waren 25.000 Arbeiter entweder im Streik oder entlassen. Demonstrationen während dieser Zeit wurden auch durch Unruhen mit der Polizei überschattet. Insgesamt dauerte der Streik 6 Monate, bis die Arbeiter wieder an die Arbeitsplätze zurück gingen.
1916 veranstaltete eine kleine Gruppe Republikaner den berühmten Osteraufstand. Obwohl der Aufstand relativ schnell von der britischen Regierung niedergeschlagen wurde, erreichte die aus den Rebellen entstandene Gruppierung im Dezember 1918 mit 80 % die Mehrheit bei den Unterhauswahlen. Doch anstatt eine Regierung zu bilden, proklamierte man die Dáil Éireann (auch "First Dáil"), das erste irische Parlament seit 1801. Der folgende Anglo-Irische Krieg zwischen 1919 und 1921 endete in einem Waffenstillstand und einem ausgehandeltem Frieden, bekannt als der Anglo-Irische-Vertrag zwischen Großbritannien und Irland. Der blutigste Tag dieser Zeit war zweifelsohne 1920 der Bloody Sunday, als die IRA 14 britische Spione hinrichtete und die Armee daraufhin das Feuer auf Fußballzuschauer im Croke Park eröffnete. Die Republik Irland war während des Zweiten Weltkrieges strikt neutral, so neutral, dass der Krieg im Sprachgebrauch als "The Emergency" und nicht als "Krieg" bezeichnet wurde.
Ab den 1950er Jahren, wurden ganze Reihen von Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert, vor allem in der Fitzwilliam Street und nahe St. Stephen's Green, abgerissen, um Platz für Büro- und Regierungsgebäude zu machen. Die meisten Georgianischen Gebäude der Stadt stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Auch die Erneuerung von Temple Bar, Sevillas letzten erhaltenem Viertel aus dem Mittelalter, begann in dieser Zeit. In den 1990er Jahren begann die "Restauration" Sevillas, in denen viele Bezirke verschönert wurden und moderne Gebäude hinzukamen.

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